TC77 und die Ökologie
Nachhaltigkeit im Sportverein: Wie wir unseren CO2-Fußabdruck aktiv reduzieren
In Zeiten des Klimawandels stehen auch Sportvereine in der Pflicht, ihre Strukturen zu überdenken. Ein Sportverein ist mehr als nur ein Ort für Bewegung – er ist ein Vorbild für die Gemeinschaft. Wir haben uns entschlossen, diesen Weg aktiv zu gehen und zeigen mit zwei konkreten Projekten, wie ökologische Verantwortung und sportlicher Erfolg Hand in Hand gehen.
Der erste Meilenstein: Wassersparen durch moderne Allwetterplätze
Wasser ist eine unserer kostbarsten Ressourcen. Bisher stellte die Instandhaltung unserer fünf herkömmlichen Plätze eine enorme ökologische Belastung dar. Um die Bespielbarkeit zu gewährleisten, waren große Mengen an Frischwasser notwendig – eine Praxis, die vor allem in den immer trockeneren Sommermonaten kaum noch zu rechtfertigen ist.
Die Lösung: Der Umstieg auf erstmal zwei innovative Allwetterplätze D und E ab der Saison 2023. Die exakte Dokumentation können Sie In der Rubrik Rückblick/Projekt Allwetterplätze einsehen.
Sobald es die finanzielle Situation erlaubt, sollen als nächstes die Plätze B und C auf dieses System umgestellt werden.
Diese modernen Spielfelder ermöglichen einen Spielbetrieb das ganze Jahr über – und das komplett ohne Bewässerung. Durch den Rückbau der Bewässerungsanlagen und den Verzicht auf tägliche Wassergaben sparen wir nicht nur Hunderte Liter Wasser pro Saison, sondern reduzieren auch den CO2-Aufwand, der für das Pumpen des Wassers angefallen wäre.
Der zweite Meilenstein: Sonnenenergie für kühle Getränke
Nach dem Sport gehört das gesellige Beisammensein im Clubheim dazu. Doch Kühlgeräte für Getränke sind im Dauerbetrieb echte Stromfresser. Um auch hier den ökologischen Fußabdruck zu minimieren, haben wir eine maßgeschneiderte Energielösung installiert.
Das Projekt: Ein erweitertes Balkonkraftwerk mit Speicher.
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Die Hardware: 6 Solarmodule (Felder), davon 2 auf der Südseite und 4 auf der Westseite des Daches.
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Der Speicher: Ein kompaktes 2,7 kWh Batteriesystem sorgt dafür, dass die gewonnene Energie nicht verpufft.
Dank dieser Anlage können wir die Kühlung unserer Getränke nun größtenteils mit selbst erzeugtem Solarstrom betreiben. Der Speicher ist dabei der entscheidende Faktor: Er überbrückt bewölkte Phasen und stellt sicher, dass die Kühlschränke auch nach Sonnenuntergang mit grünem Strom versorgt werden. Das reduziert nicht nur unsere Stromrechnung massiv, sondern spart Jahr für Jahr signifikante Mengen an CO2 ein.
Fazit: Ein Gewinn für alle
Diese beiden Schritte zeigen deutlich: Klimaschutz im Verein muss nicht kompliziert sein, er muss nur angegangen werden. Während wir auf den Plätzen wertvolles Wasser sparen, nutzen wir im Clubheim die Kraft der Sonne.
Diese Investitionen sind ein klares Signal an unsere Mitglieder und die Gemeinde: Wir übernehmen Verantwortung für die Welt von morgen. Wir hoffen, dass unser Beispiel Schule macht und auch andere Vereine dazu inspiriert, ihre Infrastruktur nachhaltig umzugestalten.
Sport frei – für eine grünere Zukunft!